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aktuelle Veranstaltungstermine 2015 der Gruppe Mönchengladbach

Mönchengladbach - 12. September, 15 Uhr
Feierstunde zum Zag der Heimat in der Heimatstube, Friedensstraße 221, 41236 Mönchengladbach, unter dem Leitwort „Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute“.
weitere Informationen
 

weitere Termine siehe hier

 

Mönchengladbach: Eine Glocke 'kehrt heim' nach Polen
Von Heide Oehmen

Die Glocke aus der Rheydter Kirche St. Johannes ist zurück in Niwa [Reichenau / Niederschlesien].Mönchengladbach. Mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs wurde das niederschlesische Dorf Reichenau - heute Niwa - seiner Kirchenglocke beraubt - sie sollte, wie so viele ihrer Leidensgenossinnen, eingeschmolzen werden. Doch die dem heiligen Vitus geweihte Glocke überlebte, kam im Jahre 1964 auf verschlungenen Wegen nach Rheydt und wurde der neu erbauten Kirche St. Johannes an der Urftstraße übergeben. Dort tat sie mehr als 50 Jahre ihren Dienst, und niemand wusste etwas über ihre Herkunft.

Doch ein junger Mann aus dem 600-Seelen-Dörfchen Niwa [Reichenau / Niederschlesien] hatte Nachforschungen über den Verbleib der Glocke angestellt, und Pfarrer Michael Schicks von der GdG Rheydt-West erhielt eines Tages einen Brief aus dem fernen Polen mit der Bitte um Rückgabe des "Kriegsraubes". Nachdem die Kirche St. Johannes leider Ende des vergangenen Monats entwidmet werden musste, unternahmen Pfarrer Schicks und eine Gruppe von 39 Mitgliedern der Gemeinden St. Johannes, Herz Jesu, St. Margareta, Hockstein und St. Konrad, Ohler die weite Busreise in die Nähe von Glatz/Neiße.

Die Gastfreundschaft in dem zumindest in den Dorfregionen von einer wirtschaftlichen Blüte noch weit entfernten Land, die Freude und die Dankbarkeit, nun wieder ein Geläute für ihre Vituskirche (aus dem Jahr 1623) zu haben, war überwältigend. In einem feierlichen Pontifikalamt mit dem Bischof der zuständigen Diözese wurde die im Jahre 1718 gegossene Glocke der Gemeinde zurückgegeben. Daran schloss sich ein Empfang für die deutschen Gäste an, der mit polnischen Liedern - gesungen von den Damen, die vorher in Landestracht köstliche Spezialitäten aufgetischt hatten, beschwingt ausklang.

Nun wird die Glocke in Zukunft im fernen Niwa [Reichenau / Niederschlesien] läuten und auch über den Stadtpatron von Mönchengladbach, den heiligen Vitus, eine Verbindung mit den freundlichen Menschen in Polen schaffen.

dazu folgende Stellungnahme:
Leserbrief an: Rheinische Post, Lokalredaktion Viersen
 

Leserbrief - zu „Eine Glocke 'kehrt heim' nach Polen"Leserbrief zu Ausgabe vom 30.11.2015, Grenzland-Kurier Regional
Eine Glocke kehrt heim nach Polen"

Sehr geehrte Damen und Herren
der Lokalredaktion in Viersen und Mönchengladbach,

schon die Überschrift weist auf ein sehr eingeschränktes Geschichtsverständnis hin. Diese Glocke konnte nicht nach Polen heimkehren, weil sie in der Zeit von 1718 bis 2015 noch nie in Polen geläutet hat.

Als die Glocke kriegsbedingt im niederschlesischen Reichenau abgehängt wurde, da gehörte sie einer deutschen Kirchengemeinde in einer deutschen Stadt.

Eine Bitte um Rückgabe des Kriegsraubes" empfinde ich einfach als eine Anmaßung. Erst die diesjährige Einwilligung zur Verlagerung ins heutige polnische Reichenau (Niwa) durch die zuständigen Rheydter katholischen Gemeinden versetzte die Glocke in den Status einer polnischen Kriegsbeute, sofern die Bitte von polnischer Seite tatsächlich so formuliert worden sein sollte.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Zauner

 
Die Glocke aus der Rheydter Kirche St. Johannes ist zurück in Niwa [Reichenau / Niederschlesien].
Die Glocke aus der Rheydter Kirche St. Johannes ist zurück in Niwa [Reichenau / Niederschlesien]
 

Quelle:
RP-Online - Lokales, Mönchengladbach / Viersen - 27.11.2015, 09.12.2015,
www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/eine-glocke-kehrt-heim-nach-polen-aid-1.5590365

 

BdV-Austellung "Dort daheim - hier zu Hause"
 

„Dort daheim – hier zu Hause“ -
Wilhelm Mahn eröffnet BdV-Ausstellung in Mönchengladbach
Quelle: Ostpreußen-TV - Ostpreußischer Rundfunk - www.youtube.com/watch?v=SMc-tKIJGw4
 weitere Infos:
Viele Vertriebene traf im Westen nur blanker Hass:
www.odfinfo.de/Zeitgeschichte/Nur-blanker-Hass.htm;
Dahergelaufenes Gesindel« -
Flucht und Vertreibung: Andreas Kossert über ein schwieriges Kapitel deutscher Geschichte:
www.odfinfo.de/Zeitgeschichte/dehergelaufenes-Gesindel.htm;
Die Eingliederung der Vertriebenen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und die Rolle des BdV" -
 Vortrag von PD Prof. Dr. phil. Matthias Stickler am 23.10.2010
anlässlich der Herbsttagung der Landsmannschaft Ostpreußen NRW in Oberhausen:
www.lo-nrw.de/Zeitgeschichte/Vortragstext-Stickler.htm;
 

alle Videoberichte unter:
www.youtube.com/playlist?list=PLWcbDn4WmKFHRa8g_1CUJgy-_543h236p
 

 Quelle:
Ostpreußen-TV / BdV Mönchengladbach

 

Auch sie waren einmal Flüchtlinge
Hans Meyer, Peter Uhler, Marcel Witeczek: Eine Ausstellung in der Geneickener Sparkassenfiliale zeigt zehn Gladbacher Persönlichkeiten, die Opfer von Flucht und Vertreibung waren - und stellt dar, was sie für die Stadt geleistet haben.
Von Christian Lingen

Mönchengladbach: Flüchtlingsunterkunft in Sporthalle Rund 130 Flüchtlinge erreichen Düsseldorf mit Zügen

Mönchengladbach: Flüchtlingsunterkunft in Sporthalle

Rund 130 Flüchtlinge erreichen Düsseldorf mit Zügen

Flucht und Vertreibung sind die großen Themen dieser Zeit. Alleine in Mönchengladbach werden dieser Tage rund 200 weitere Flüchtlinge erwartet. Was heute viele Menschen bewegt, ist jedoch nichts Neues. Als Folge der NS-Zeit kamen vor 70 Jahren rund 20.000 Flüchtlinge nach Mönchengladbach. Viele, die heute noch leben, sind im Bund der Vertriebenen organisiert. Er hat nun eine Ausstellung über zehn Mönchengladbacher Persönlichkeiten auf die Beine gestellt, die ebenfalls Opfer von Flucht und Vertreibung waren. Drei Wochen lang ist diese außergewöhnliche Ausstellung in der Geneickener Filiale der Stadtsparkasse zu sehen. Sie zeigt, woher die Menschen kamen und was sie später für die Stadt getan haben. Nach Ende der Ausstellung bekommen Schulen die Möglichkeit, die Leinwände zu zeigen.

"Als Folge des Zweiten Weltkriegs verloren rund 15 Millionen Deutsche ihre Heimat. Die Alliierten hatten die Aufteilung Deutschlands und die Festlegung neuer Grenzen im Osten beschlossen. Die dort wohnenden Deutschen mussten ihre Heimat verlassen", erzählt Wilhelm Mahn. Der Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen war selber betroffen. Er stammt aus Pommern. Während des Krieges flohen viele vor der herannahenden Roten Armee und wurden zum Teil von ihr überrollt. "So grausam die von den Deutschen ausgehenden Gräueltaten auch waren, darf man nicht vergessen, dass die Deutschen auch Opfer waren", sagt Mahn. Die Flüchtlinge von damals kamen unter anderem aus Ost- und Westpreußen, Pommern, Ostbrandenburg und Ober- und Niederschlesien.

Auch damals standen viele Menschen den Flüchtlingen kritisch bis ablehnend gegenüber. Wilhelm Mahn hat dafür Verständnis. "Die Städte, in die wir kamen, waren zerstört, und die Menschen, die dort lebten, hatten selber nichts. Es gab keine Fabriken, Häuser und Arbeitsplätze mehr", erinnert er sich. Doch zusammen mit der Bevölkerung bauten sie die Stadt wieder auf. Viele der damaligen Flüchtlinge schafften es, bekannte Gesichter der Stadt zu werden. Einer von ihnen ist Werner Wolf. "Ich floh 1946 als Zwölfjähriger aus Niederschlesien", erzählt er. Fünf Monate war er unterwegs auf Ochsenwagen, zu Fuß und mit Güterzügen. Am 8. September 1946 kam er am Bahnhof Geneicken an. "Ich bin den Menschen so dankbar. Wir sind sehr freundlich empfangen worden", erzählt der 81-Jährige. Ihn zog es 1955 in die Politik. Dort war er eine der zentralen Persönlichkeiten, die zur Fusion von Rheydt und Gladbach beitrugen. Große Verdienste errang er als Bezirksvorsteher von Giesenkirchen.

Kurt Weigelt kam aus Oberschlesien. Vertrieben wurde er im Mai 1946 von polnischen Milizen. Der damals 13-Jährige kam schließlich in Hildesheim an. In Gladbach gehörte er seit 1979 der Bezirksvertretung Stadtmitte an. Auch Bernhard Bude wurde 1946 von polnischen Milizen vertrieben. Er stammt aus Schlesien und kam wie Werner Wolf am Bahnhof Geneicken an. In Giesenkirchen gehörte er zehn Jahre der CDU an. Helmut Harbisch floh vor 1945 vor den Tschechen, die sich an Deutschen rächten. Nach mehreren Stationen in Deutschland zog er 1967 nach Gladbach. Bis zum Jahr 2000 gehörte er dem Landtag NRW an.

Auch drei Borussen gehören zu denen, die gezeigt werden. Klaus-Dieter Sieloff kam 1944 als Zweijähriger aus Ostpreußen. Seine Familie floh vor der Roten Armee und lebte zunächst in Kiel auf einem Schiff. Von 1969 bis 1974 spielte er für Borussia. Marcel Witeczek kam erst 1980 als Zwölfjähriger aus Polen. Seine Familie gehörte dort einer deutschen Minderheit an. Von 1997 bis 2003 spielte er für Borussia und arbeitet heute bei der AOK. Auch Borussias Präsidiumsmitglied Hans Meyer erlebte die Flucht. Aus Böhmen stammend, floh er 1945 mit seiner Mutter und den drei Geschwistern nach Thüringen.

Die Familie des ehemaligen CDU-Bezirksvertreters Peter Uhler stammt aus Slowenien. Dr. Rudolf Wlaschek floh aus dem Sudetenland. Zuvor war er in russischer Kriegsgefangenschaft. 1949 kam er nach Gladbach. Ab 1952 gehörte er 32 Jahre lang dem Rat, dem Kultur- und dem Sozialausschuss an.
 

Quelle:
RP-Online, Lokales Mönchengladbach, 09.09.2015
www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/auch-sie-waren-einmal-fluechtlinge-aid-1.5377680

 

Dr. Andreas Coenen:
Vertreibung der Deutschen nicht mit heutiger Flüchtlingswelle gleichzusetzen
Quelle: Ostpreußen-TV - Ostpreußischer Rundfunk - www.youtube.com/watch?v=20GkmzpE6xw

Vertriebene: Hitler nicht als Vorwand zur Relativierung
von Verbrechen an Deutschen geeignet
Quelle: Ostpreußen-TV - Ostpreußischer Rundfunk -   www.youtube.com/watch?v=Udp17PX3KfE

weitere Infos unter: www.odfinfo.de/Div/DT-Erfurt-2011/Videoalbum/Kundgebung.htm


Mitteilungsblatt des BdV Mönchengladbach 1/2015

 Quelle:
BdV Mönchengladbach

 

Mahnmal gegen Flucht und Vertreibung
In Mönchengladbach wurde im festlichen Rahmen ein Gedenkstein eingeweiht

In einer Feierstunde wurde ein Gedenkstein zur Erinnerung an die Opfer von Flucht und Vertreibung der Öffentlichkeit übergeben.

Den festlichen Rahmen dieser Feierstunde bildeten die Ansprachen des BdV-Vorsitzenden Rainer Schwandt, des Bürgermeisters Michael Schroeren und des Bezirksvorstehers Wolfgang Wolff sowie die musikalische Begleitung durch den Ostdeutschen Heimatchor.

56 Jahre nach Kriegsende, einer Zeit, in der die Landsmannschaften der Vertriebenen ihre 50jährigen Gründungsjubiläen begehen, wurde durch Initiative des BdV, Kreisverband Mönchengladbach - insbesondere durch Rainer Schwandt -, mit den politischen Gremien der Stadt die Aufstellung eines Gedenksteines an einem öffentlichkeitswirksamen Ort - in den Grünanlagen am Theater im Stadtteil Rheydt - vereinbart. Die Finanzierung der Aufstellung sowie künftige Pflege des auf städtischem Grund aufgestellten Gedenksteines erfolgt durch den BdV, Kreisverband Mönchengladbach.

Der Bund der Vertriebenen, Kreisverband Mönchengladbach, Landsmannschaften Ostpreußen, Pommern, Schlesien und Sudetenland sowie private Spender unterstützten diese geschichtlich notwendige Initiative. Zeigt doch der Text auf der Bronzetafel den heutigen und nachfolgenden Generationen geschichtliche Ereignisse, die nie vergessen werden sollten: Fünfzehntausend Vertriebene und Flüchtlinge beginnen nach 1945 ein neues Leben in unserer Stadt.

Vierzehn Millionen Deutsche müssen am Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat verlassen. Hunderttausende verlieren dabei ihr Leben. Wir gedenken aller Toten durch Krieg, Völkermord, Flucht und Vertreibung. W. M.
 

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Quelle:
© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 26. Januar 2002

 


Mahn- und Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen
herausgegeben vom Bund der Vertriebenen
 


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